Kultur und Geselligkeit beim Chursdorfer Herbstcafé

Am Beginn der Pandemie hatten wir es gerade noch geschafft, unsere Vereinshalle wieder auf Vordermann zu bringen. Wir erneuerten mit großer Unterstützung aus der Dorfgemeinschaft den kompletten Innenanstrich, teilweise die Elektrik und der Tresenbereich wurde völlig neu gestaltet. So wartete die Halle seit anderthalb Jahren auf den ersten großen Einsatz.

Im Frühsommer hatten wir schon einmal einen Anlauf gewagt, aufgrund der vielen Unwägbarkeiten aber kurzfristig Abstand von einem Großevent genommen. Nun schienen die Zeiten etwas günstiger und die Idee zu einer Veranstaltung reifte in unseren Köpfen. Dabei wollten wir die Gelegenheit zu persönlichen Begegnungen mit Kultur und Basteleien für Kinder verknüpfen. Kein großes Fest, eher eine gesellige Runde. Also hoben wir unser erstes Chursdorfer Herbstcafé aus der Taufe. Im Vorfeld organisierten wir das Kuchenbacken, machten uns Gedanken über die kulturelle Umrahmung, sammelten Naturmaterialien zum Basteln. Und das Bier holten wir extra aus der Reichenbrander Brauerei, denn auf dem Veranstaltungsplakat hatten wir feine Biere versprochen.

Als Veranstaltung in der Werner-Kästner-Halle geplant, mussten wir an einem Hygienekonzept feilen und die entsprechenden Maßnahmen planen. Kurz vor dem Termin kam noch dazu, dass wir für den Einlass auf die 3G-Regel setzen mussten, was nochmals höheren Aufwand bedeutete. Das Basteln für die Kinder verlegten wir im Vorfeld gleich ins Freie. Auch diese Hürden konnten wir nehmen und waren am Mittag des 3. Oktober bereit, unsere Gäste zu empfangen. Es konnte losgehen. Viele Gäste hatten überhaupt kein Problem mit den Einlassformalitäten, warteten doch in der Halle das Kuchenbuffet und Kaffee und Getränke. Andere fanden die „Kontrollen“ nicht so gut – dafür fand sich auch eine Lösung. Aufgrund des wunderbar milden und sonnigen Herbstwetters verlegten wir einfach alles komplett nach draußen – Tische und Bänke rausgestellt, die Bühnentechnik nach draußen verlagert und den Verkauf aus dem Fenster gestartet – fast alle waren zufrieden. Bitter war es allerdings doch, sich von Einzelnen trotzdem beschimpfen zu lassen, weil sie sich durch die „Maßnahmen“ nicht wie „normale Menschen“ behandelt fühlten – schade.

Wie angekündigt konnten wir durch große Mithilfe schmackhaften Kuchen und Torten, leckere Biere und vor allem auch ein wenig Kultur bieten. Im Musikprogramm hatten wir drei kleine Kulturblöcke geplant – hier spielten wir speziell Lieder zum Herbst, Judy und ihr Papa Thomas unterhielten uns mit Liedern zur Gitarre und ich versuchte mich an einigen Herbstgedichten. Währenddessen konnten die Kinder an der Bastelstation herbstliche Dekorationen gestalten.

Auch wenn es nur der erste Schritt in Richtung „Normalität“ war, wir sind ihn gegangen und wir sind nicht gestolpert. Nun hoffen wir, mit dieser etwas besinnlichen Ausrichtung nicht nur die „Stammgäste“ zu erfreuen, sondern vielleicht auch neue Gäste zu gewinnen. Wir bleiben dran und freuen uns auch immer, wenn „neue“ oder „alte“ Dörfler uns mit Ideen und Taten unterstützen. Deshalb auch zum Schluss noch einmal herzlichen Dank an die fleißigen Bäckerinnen, Helfer und Helferinnen.

Nico Grabner

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